< Mandolinen-Orchester spielte im Krefelder Hospiz 2010
28.06.2014 17:28 Alter: 4 yrs

Spanische Impressionen 2011


Eine musikalische Reise durch Spaniens Landschaften unternahm das Mandolinen-Orchester Hüls 1922 e.V. am 29.Mai 2011 in der Kreuzkirche in Hüls. Dabei entführten die Musiker die aufmerksam lauschenden Zuhörer in Stimmungen und Tiefe der spanischen Gefühlswelt und Seele. Auf der einen Seite Lebensfreude, ausgedrückt durch rasante Rhythmen und heitere Melodien, Leidenschaft, Einsamkeit und Verzweiflung auf der anderen, gekennzeichnet durch klagende Weisen, düsteren Klang und abgebrochene Tonfolgen. Unter der einfühlsamen Einstudierung und sicheren Führung der der musikalischen Leiterin des Orchesters, Marijke Wiesenekker, gelang es den Musikern, die musikalische Stimmungswelt der spanischen Bevölkerung aufleben zu lassen. Obwohl man die Gitarre zu Recht als das Hauptinstrument Spaniens bezeichnet, fügte sich der Farbton eines zusätzlichen Akkordeons, umgesetzt durch Frances Pauelsen, nahtlos in den Orchesterklang ein. Die Zupfer setzten eine Reihe musikalischer Höhepunkte, u.a. mit einer Rumba Flamenca, vorgetragen von Josef Hasenau und Maxim Lysov (Flamenco-Gitarrern). Besondere Aufmerksamkeit wurde Maxim Lysov zuteil als er mit seiner Komposition „El Pueblo Blanco“ eigenes Erleben und persönliche Eindrücke atemberaubend mit eindringlichem Spiel darstellte. Besonderes Interesse weckte auch der Vortrag „Spanische Suite“, bei dem der Komponist Maxim Lysov mit solistischem Können glänzte. Dieses Werk hat er dem Mandolinen-Orchester Hüls 1922 e.V. gewidmet, es wurde nun erstmals aufgeführt. Das begeisterte Publikum bedankte sich bei den Akteuren anhaltend mit kräftigem Beifall für die Darbietung der spanischen Impressionen. Erst nach einer Zugabe wurde das Orchester entlassen. Ludwig Helten, langjähriger Leiter des Orchesters und nun im Ruhestand, wurde vom Bund der Zupfmusik während des Konzertes mit einer besonderen Ehrung überrascht, Professorin Marga Wilden-Hüsgen überreichte ihm eine große Urkunde und die bronzene Medaille des BDZ für seine Verdienste um die Zupfmusik in den vergangenen 60 Jahren.