Chronik

Mandolinen-Orchester Hüls 1922 e.V.

Auf 95 Jahre Vereinsgeschichte blicken die Hülser Mandolinenspieler in diesem Jahr zurück. Hervorgegangen aus dem Hülser Wanderclub erlebte der Verein eine Entwicklung, die von den Vorgängen und Erschütterungen des vergangenen Jahrhunderts stark beeinflusst wurde.

Während die Gründungsmitglieder, die sämtlich aus Hüls stammten, noch mit ihren Instrumenten und kräftigem Gesang spielend durchs Hülser Bruch zogen und ausschließlich volkstümliche Weisen erklingen ließen, erfolgte der Schritt zu einem Orchester mit regelmäßigen Konzertauftritten erst viele Jahre nach der Vereinsgründung.

Reihe unten von links: Josef Hupperten, Willi Deselaers, Martin Erkens, Henny Platen, Peter Stamms, Edmund Berger, Theo Holtackers

Reihe oben von links: Gert Platen-Dirigent, Winfried Kuhnen, Jakob Mühlenhaus, Günther Stamms, Toni Brux, Willi Stamms, Hans Gatz, Richard Wagner, Heinz Larosche, Karl-Heinz Küsters, Hubert Draken, Günther Wagner

Unter den nachfolgenden Dirigenten Hubert Draken und Ludwig Helten erweiterte das Orchester seine musikalischen Intentionen. Neben der Gestaltung volkstümlicher Stücke gewann die Interpretation „klassischer“ Musik aus der Zeit der Renaissance bis zur Modernen immer mehr Raum, wobei durch Hinzuziehen zupforchesterfremder Soloinstrumente wie Cembalo, Flöte, Geige, Schlagwerk, Klarinette… die klanglichen Möglichkeiten eines Mandolinen-Orchesters erheblich erweitert werden konnten.

Regelmäßig treten die Hülser mit volkstümlichen und klassischen Konzerten auf, spielen zu festlichen Anlässen, nehmen an Wettstreiten mit anderen Orchestern teil, spielen in sozialen Einrichtungen, führen Konzertreisen durch und werden gern als Mitwirkung bei anderen Musikvereinen und Chören zu deren Konzerten engagiert

 

Interessierte Mandolinen- oder Gitarrenspieler sind herzlich zum Besuch der Proben eingeladen, die dienstags in Hüls, Konventstraße 24 ab 19:30 Uhr stattfinden.

Im Jahre 2007 hat der musikalische Leiter Ludwig Helten, der das Orchester 30 Jahre leitete, das Dirigat an Marijke Wiessenekker weiter gegeben. Ludwig Helten hat mit seinem großen musikalischen und musikpädagogischen Wissen und Können das Orchester zu einem beachtlichen Zupforchester wachsen lassen. Viele Werke aus allen Musikepochen hat er mit ihm einstudiert, eigene Kompositionen konnte er mit ihm bekannt machen, eine Anzahl Werke anderer Komponisten hat er für das Orchester bearbeitet, hervorragende Solisten bezog er in die Arbeit ein.

Ihm lag stets daran, unser Orchester auch an nicht übliche Zupfmusik heranzuführen und besondere musikalische Ideen zu verwirklichen. Er hat sich für das Mandolinen-Orchester Hüls verdient gemacht.


Marijke Wiesenekker ist bestrebt, durch Betonung der musikalischen Feinarbeit den Orchesterklang zu differenzieren. Das Erreichen eines zweiten Platzes beim Orchester-Wettbewerb für Zupfmusik in Jülich-Koslar im Jahr 2008 zeigt, dass ein richtiger Weg beschritten wurde.

Die Intensivierung der musikalischen Nachwuchsarbeit wurde seit dem Jahr 2009 zu einem wichtigen Schwerpunkt im Vereinsleben des Orchesters. Zahlreiche Nachwuchsspieler/-innen nahmen die jährlichen Schnuppertage für Mandoline und Gitarre an und wurden seitdem von den Musikpädagogen Marijke Wiesenekker, Marlene Mendler und Christian Winter musikalisch unterwiesen. Mit der Zeit bildete sich ein Jugendensemble heraus, das bei verschiedenen Gelegenheiten bereits sein Können zeigte und dem bei Konzerten des Stammorchesters Gelegenheit gegeben wird, gemeinsam oder einzeln aufzutreten.

Im Juni 2017 ist Marijke Wiesenekker in Elternzeit gegangen. Die Proben für das nächste Konzert und die Leitung dieses Herbst-Konzertes wird daher ihr Ehemann Maxim Lysov übernehmen. Wir freuen uns darauf und sagen: HERZLICH WILLKOMMEN